Die Geschichte der schwarzen Katze

Im Geheimstollen und Weinkeller des Auracher Löchl lebte einst ein armer Gastwirt, der den Teufel um Hilfe gebeten hatte: „Luzifer, ich schenke dir meine Seele, wenn du mir hilfst und ich in meinen Fässern den besten Wein der ganzen Gegend habe!“ Der Teufel war einverstanden und bald waren die Fässer gefüllt.
Auf das größte, mit dem besten Wein gefüllte Fass setzte der Höllenfürst eine schwarze Katze und sagte: „Diese Katze wird immer Glück bringen!“ Bald hörte man nur mehr: „Bring mir den Wein vom Fass, auf dem die schwarze Katze sitzt!“ Der Gastwirt wurde reich.

Als sein Lebensende nahte, bekam er es mit der Angst zu tun, ließ den Pfarrer holen und erzählte ihm alles. Dieser griff sich den Weihwasserkessel, ging in den Keller, bespritzte die schwarze Katze mit Weihwasser und rief: „Ab jetzt wirst du kein teuflisches Symbol mehr sein!“ Man hörte ein höllisches Wimmern und Schwefelgestank stieg dem Pfarrer in die Nase.

Die schwarze Katze saß zwar noch da, war aber nicht mehr vom Teufel besessen. Noch heute zeigt sie das Fass mit dem besten Wein im Keller an, vertreibt aber nun alle Dämonen, die der noch immer beleidigte Teufel in unsere geheimen Weinkeller zu schicken versucht.